Die groß angelegte Übung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde durch drei ehrenamtliche Helfer und zwei Mitglieder der Regionalstelle Ingolstadt geplant und durchgeführt. Auch der THW-Ortsverband Dillingen war mit seinem kompletten Fachzug Logistik, Teileinheiten des Technischen Zugs und einigen Jugendlichen aus der Ortsjugend maßgeblich beteiligt.
Das angenommene Szenario: Schwere Sturmereignisse und langanhaltende Regenfälle hatten weite Teile des Landkreises schwer getroffen. Straßen waren überflutet, Bäume umgestürzt, Infrastruktur beschädigt und Menschen in Gefahr. Ziel der Übung war es, unter möglichst realistischen Bedingungen die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen THW-Ortsverbänden sowie mit externen Organisationen wie der Polizei, der DLRG, dem Rettungsdienst und Rettungshundestaffeln zu trainieren. Um die Szenarien so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde auch etwa 50 Statisten eingesetzt, die professionell geschminkt wurden, sodass Blutungen, Brüche etc. realistisch zu versorgen waren. Mit dabei waren auch einige Jugendliche und Betreuer aus der Dillinger THW-Jugend.
Der Ortsverband Dillingen rückte mit seinem gesamten Fachzug Logistik - bestehend aus Zugtrupp, Fachgruppe Logistik Verpflegung und Fachgruppe Materialwirtschaft - aus. Verstärkt wurde das Team durch den Trupp Schwerer Transport vom Ortsverband Neustadt an der Aisch und den Kameraden des Trupps Verbrauchsgüter aus Ingolstadt. Gemeinsam errichteten sie im Einsatzgebiet einen zentralen Logistikstützpunkt. Hier wurden die eingesetzten Kräfte mit Kraftstoffen, Verbrauchsgütern sowie Ersatzteilen versorgt. Kleinere Schäden an Fahrzeugen und Ausstattung konnten direkt vor Ort behoben werden. Die Fachgruppen Logistik Verpflegung aus Dillingen und Gunzenhausen sorgten für das leibliche Wohl aller Beteiligten. Mit viel Engagement wurden die Teilnehmer nach der Anreise bereits mit Kaffee und Lunchpaketen versorgt und nach Abschluss der Übung gab es auch noch eine frisch gekochte warme Mahlzeit.
Parallel dazu war die Bergungsgruppe des OV Dillingen zusammen mit einer Bergungsgruppe des OV Ingolstadt und der DLRG mit einem Spezialauftrag betraut: Nach einem angenommenen Brückeneinsturz mussten versunkene Bauteile im Brombachsee lokalisiert und geborgen werden - eine anspruchsvolle Aufgabe unter Wasser, bei der Präzision und Teamarbeit gefragt waren.
Weitere Übungsszenarien forderten die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung des OV Dillingen. Gemeinsam mit einer Rettungshundestaffel galt es zunächst, in einem weitläufigen Waldstück vermisste Personen zu finden, medizinisch zu versorgen und sicher aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Dabei wurden auch realitätsnahe Szenarien mit verletzten und unterkühlten "Opfern" durchgespielt - stets in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst. Anschließend wurde die Fachgruppe noch zur Unterstützung bei einem Einsatz zur Bergung von versunkenen PKW alarmiert.
Gegen 15 Uhr endete die Übung - erschöpft, aber zufrieden blickten die Einsatzkräfte auf einen erfolgreichen Tag zurück. Die Resonanz war durchweg positiv. "Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ortsverbänden und Organisationen hat hervorragend funktioniert. Solche Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall routiniert und effizient helfen zu können", resümierte Gerhard Setzmüller Zugführer des Fachzug Logistik.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die zur Organisation, Durchführung und Nachbereitung dieser Übung beigetragen haben. Der Ortsverband Dillingen ist stolz, Teil dieses starken Netzwerks zu sein.